Flott unterwegs mit dem Segway Ninebot Max G30D

Ich bin bereits seit Sommer 2019 ein begeisterter eRollerfahrer, und habe mit meinem Ninebot ES-1 über 1000 km zurückgelegt. Inzwischen drehe ich mit dem Segway Max G30D meine Runden und muss nach über 400 km sagen: Das Teil ist der Hammer – einen Haken gibt es allerdings.

Ich schreibe diesen Bericht aus eigener Motivation heraus. Ich erhalte für den Bericht keinerlei Gegenleistung, noch wurde mir etwas kostenfrei zur Verfügung gestellt. Es ist keine Werbung. Ich weise drauf hin, da meine positive Darstellung als Werbung interpretiert werden könnte.

Es war ein herrlicher Juli-morgen in Mallorca, Sa Coma, 2019. Gemeinsam mit meiner Tochter saß ich an der Strandpromenade. Wir bestaunten den Sonnenaufgang bei bestem Wetter und angenehm kühler Luft.
Sa Coma liegt auf der östlichen Seite der beliebten Ferieninsel, was einen herrlich-flachen Blick auf die am Horizont aufsteigende Sonne ermöglicht. Außer uns war um diese Uhrzeit noch fast niemand unterwegs.

Fast. Mit leisem Brummen sausten eine junge Frau, vermutlich eine Angestellte der örtlichen Hotels, an uns vorbei. Das war mein erster Kontakt mit den eScootern – und ab diesem Moment war die Sache für mich klar!

Ich bestellte mir (noch in Mallorca) einen Segway ES-1 und fuhr ein halbes Jahr damit. Dann stieg ich – getrieben von der „Verordnung für Elektrokleinstfahrzeuge“ – um auf den …

Segway MAX G30D

Für einen Scooter mit diesen Werten ist er bei einem Preis von etwa 800 € (Stand Feb. 2020) ein eher günstiges Modell.

  • Max. Geschwindigkeit: 30 km/h (Deutschland: 20 km/h)
  • Reichweite: 65 km laut Hersteller,
    (Meine bisherige Erfahrung: zuverlässige 30 km)
  • Gewicht: 20 kg
  • Traglast: bis 100 kg
  • Abmessungen: 120 x 48 x 117 cm
  • Batterie: 551 Wh / 15.3 Ah
  • Optionale externe Batterie: nein
  • Ladezeit: ca. 6 Stunden (kommt hin)

Gibt’s hier bei Amazon: https://amzn.to/2HK6QGg.

Warum sollte ich mir dieses Model kaufen?

Eins vorab, was mir nicht gefällt, und was ich wirklich vermisse ist die Fähigkeit der Schockabsorbierung. Dies wird i.d.R. durch eine oder zwei Federn am Rahmen ermöglicht. Größere Stöße können damit deutlich gemindert werden. So eine Federung fehlt mir – und das merkt man in der ein oder anderen Fahrsituation.

Das ist tatsächlich mein einziger Kritikpunkt.

Solide

Das gesamte Gerät fühlt sich extrem hochwertig an. Es wackelt nichts. Es vibriert nichts. Alles sitzt fest und wirkt stabil und wertig. Ich vermute, dass der Klappmechanismus oberhalb der Räder und die fehlende Zusatzfederung mitunter ein Grund dafür ist, dass der Roller sich so steif und stabil anfühlt.

Wasserdicht

Der Hersteller sagt: „IPX5 für den gesamten Rahmen und IPX7 für die Kernbestandteile.“
IPX5 bedeutet: Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel.
IPX7 bedeutet: Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen.

Reichweite

Meiner Erfahrung nach schafft man damit zuverlässig 30 km Reichweite. Laut Hersteller sind es mögliche 65 km. Ich vermute, dieser Wert wird nur unter Laborbedingungen erreicht. Aber sei es drum, 30 echte Kilometer sind ein super Wert!

Das Netzteil ist integiert. Man braucht nur ein Kabel.

Ich bin bisher nur im Winter, bei niedrigen Temperaturen gefahren. Ggf. verbessert sich der Wert im Laufe des Jahres noch.
Tolles Feature: Das Netzteil ist fest verbaut, d.h. man benötigt nur ein einfaches Ladekabel, welches sich gut transportieren lässt.

Handlich

Trotz des Gewichts von 20 KG fühlt sich der Roller im zusammengeklappten Zustand handlich und tragbar an. Klar, er wird dadurch nicht leichter, aber um mal die Bahngleise zu wechseln geht es.
In der Bahn passt er zusammengeklappt im Fahrradbereich unter die Klappsitze. In den Kofferraum der B-Klasse passt er auch.

Luftfederung

Auch wenn es auf den Bildern so aussieht als hätte er Vollgummi-Reifen, es sind fuftgefederte Reifen mit Ventil und allem drum und dran.

Mein ES-1 hatte Vollgummireifen + Federung vorne. Somit kann ich die Beiden vergleichen. Der MAX G30D fährt auf unebenem Untergrund deutlich ruhiger und kontrollierter als der ES-1. Die größeren und luftgefederten Reifen lohnen sich – wenngleich so eine Zusatzfederung schön wäre.

Tuning

Es wäre nicht mein Blog, wenn wir das Thema außen vor lassen würden 😉 Trotzdem eine kleine Warnung:

Der folgende Text behandelt theoretische Möglichkeiten des Tunings, die zum Verlust der Garantie und der Zulassungsfähigkeit des Rollers im jeweiligen Land führen können. Ich übernehme keine Haftung oder ähnliches!

Gut. Nachdem wir das geklärt haben, zur Sache:

MAX G30D -> Das D steht vermutlich für Drosslung oder für Deutschland. Oder für beides. Denn der gleiche Roller wird – mit anderer Softwareeinstellung – in anderen Länder als MAX G30 verkauft. So fährt er im Rest der EU 25 km/h und in den USA sogar 30 km/h.

Wäre es nicht möglich … ?

Ist es! Zumindest laut diversen Internet-Artikeln die wirklich nicht schwer zu finden sind. Zusammengefasst kann man sagen:

Die Software des Rollers entscheidet anhand der hinterlegten Seriennummer, welcher länderspezifische Modus gefahren wird. D.h. tauscht man die im Steuergerät hinterlegte Seriennummer aus, fährt er „anders“.

Zu dieser Tuningmethode gibt es viele Seiten, die erklären, wie man mit dem PC, Bluetooth, einer Custom-Firmware (CFW), usw … vorgeht. Und wie ich herausgefunden habe, gibt es inzwischen sogar eine Android-App, die diesen Mechanismus mit dem Handy ermöglicht.

https://play.google.com/store/apps/details?id=eScooter.m365Info

Fährst du auch einen eRoller? Welchen? Bist du zufrieden? Hast du dich gar am Tuning versucht?

Schreibe mir 🙂

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